ABENTEUER EISENBAHN

Der Böhmerwald im Goldenen Oktober

Viertagesfahrt nach  Krumau, Prag und Schloss Hluboka, vom 03. – 06. 10.2007

 

Falls Sie zum Kreise jener mobilen Menschen gehören, die voller Begeisterung mit nostalgischen Bähnchen durch bezaubernde Mittelgebirgslandschaften reisen, dabei aber auch Wert auf komfortablen Busservice legen, bekannte Städte  gern aus  einer  ganz neuen Perspektive  erleben möchten,  das „Böhmische Neuschwanstein“ noch nicht kennen  oder schon immer einmal eine Fahrt im Treidelkahn über den alten Ludwigskanal unternehmen wollten, dann könnte diese Reise durch den Nationalpark Böhmerwald genau das richtige für Sie sein. Die kombinierte Bahn- und Busfahrt nach Prag und in die Heimat Adalbert Stifters läuft nach folgendem Schema ab:
 

Mittwoch, 03. 10. 2007 Zu Fuß nach Böhmen

Wir fahren zunächst im Starlinerbus der Firma Nussbaum über Deggendorf und Waldkirchen in den tiefsten Bayerwald nach Haidmühle. Hier, im Quellgebiet der Moldau, überschreiten wir, wie früher die Schmuggler, zu Fuß die grüne Grenze nach Böhmen, und besteigen in Nove Udoli, dem einsamsten Bahnhof der tschechischen Eisenbahnen, den Schienenbus nach Wallern (Volary). In diesem „Tirolerdorf“, einer ursprünglichen Gründung walisischer Bergbauern, machen wir Mittagspause, um anschließend, wiederum im Zug, auf einer herrlichen Strecke im Stile der 60er Jahre ganz beschaulich den Böhmerwald zu bereisen. Zwei Stunden später, und nur wenige Kilometer weiter, steigen wir in Strakonice um in den Bus, zur Weiterfahrt nach Nepomuk, dem Domizil für die nächsten Tage.
 

Donnerstag, 04. 10. 2007 Die „Goldene Stadt“ Prag

Im Bus fahren wir nach Prag und nehmen uns den ganzen Tag Zeit für diese Metropole und ihre einmaligen Sehenswürdigkeiten. Ganz gediegen beginnen wir die Stadtexkursion im Sonderwagen der Nostalgiestraßenbahn. Wir fahren u.a. entlang dem Moldauufer und durch die Altstadt bis zum Burgviertel, dem Hradschin. Nach der Mittagspause setzten wir  die Stadtführung zu Fuß fort. Ein kleiner Abstecher gilt der Loretokapelle und der zugehörigen Schatzkammer. Hier finden Sie die weltweit größte Ausstellung sakraler Kunstgegenstände aus den früheren Augsburger Gold- und Silbermanufakturen. Durch die Kleinseite und über die Karlsbrücke führt die Tour weiter zum Altstädter Ring und beinhaltet damit zumindest die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser quirligen Großstadt. Im Bus fahren wir am frühen Abend zurück nach Nepomuk.


Die „Goldene Stadt“ Prag
 

Freitag, 05. 10. 2007 Schloss Hluboka und Krumau (Cesky Krumlov)

Vormittags besuchen wir das „böhmische Neuschwanstein“, das majestätisch über der Moldau thronende Schloss Hluboka. Die Anlage beeindruckt durch ihre Architektur ebenso wie durch die reichhaltige und luxuriöse Innenausstattung und zählt zu den markantesten Bauwerken der Region. Zur Mittagszeit sind wir bereits in Krumau (Cesky Krumlov), einer Stadt, die schon vor 15 Jahren zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Das geschlossene mittelalterliche Stadtbild, überragt von der mächtigen Burg, bietet einen einmaligen Überblick über 1000 Jahre Bau- und Kulturgeschichte. Die Rückreise erfolgt  im Bus moldauaufwärts durch den wildromantischen Böhmerwald.


Schloss Hluboka das „böhmische Neuschwanstein“
 

Samstag, 06.10.200 Im Treidelkahn durch das Altmühltal

Nach dem Frühstück fahren wir zunächst bis zum Bahnhof Janovice nad Uhlavou. Den Stationsnamen  müssen Sie sich nicht merken, Sie werden ja im Bus dorthin gebracht. An diesem entlegenen Abzweigbahnhof besteigen wir wiederum den „Böhmerwald-express“, einen Schienenbus mit bester Rundumsicht und einem Fahrkomfort, wie ihn schon die Großeltern schätzten. Mit diesem Bähnchen, das auf seiner gewundenen Route keine Milchkanne auslässt und mit erstaunlicher Präzision jede Schienenlücke aufspürt, fahren wir nach Taus und weiter bis Tachov, das wir um die Mittagszeit erreichen. Die Weiterreise zurück nach Deutschland erfolgt im Bus. Über Amberg und Neumarkt führt die Route durch die Oberpfalz nach Mühlhausen bei Berching. Hier erwartet Sie ein Transportmittel ganz anderer Art. Ein urtümlicher Treidelkahn, der uns, von zwei Pferden gezogen, auf einem Reststück des früheren Ludwig – Donau – Main - Kanals bis kurz vor Berching bringt. Unterwegs passieren wir eine restaurierte Schleuse mit zugehörigem Wärterhäuschen und erhalten Einblick in das karge Leben der früheren Schleusenwärter. Mit dem Abendessen im malerischen Berching beenden wir diese Reise, Augsburg erreichen wir gegen 22.00 Uhr.


Weitere Informationen im Internet


http://www.czechtourism.com/
Tschechische Zentrale für Tourismus 

http://www.markusworldwide.ch
Private Seite mit Eisenbahnbilder aus dem Böhmerwald