ABENTEUER EISENBAHN

Südpfalz, Elsass und Lothringen

Viertagesfahrt mit Bus und Bahn nach Karlsruhe vom 02. – 05. Okt. 2008

Aus der Vielfalt kultureller, technischer und nostalgischer Besonderheiten der deutsch- französischen Grenzregion die Höhepunkte herauszusuchen, ist nicht ganz leicht, und so  bietet Ihnen diese Reise einen kleinen aber dennoch recht kompakten Querschnitt.
Da sind, stellvertretend für zahlreiche weitere bedeutsame Stätten, als markante Punkte der Dom zu Speyer, das Hambacher Schloss, die grandiosen Kunstbauten der Schwarzwaldbahn und das klassizistisch geprägte Stadtbild  von Karlsruhe zu nennen.
Weniger bekannt und deshalb technisch und nostalgisch besonders interessant sind einige der museal erhaltenen Relikte aus der frühen Vergangenheit. Die Waldbahn in Abreschviller, das nahegelegene Schiffshebewerk bei St. Louis und die klassische Pfälzer Museumsbahn,  das „Kuckucksbähnchen,“ erinnern an frühere Zeiten.
Mit der Nutzung als „Draisinenbahn“ erlebt die frühere Hauptbahn von Landau nach Germersheim eine neue und interessante Nutzung, die sich die Erbauer nicht träumen ließen, die aber den Fortbestand dieser Bahnstrecke durchaus sichern kann.
Die Anreise durch das Obere Donautal und die Rückfahrt über die Hohenloher Ebene,  das Kochertal und das Härtsfeld führen durch ausgesuchte Mischwaldregionen, die besonders um diese frühherbstliche Jahreszeit  ihre volle Farbenpracht entfalten.

Donnerstag, 02. Okt. 2008 - Donautal und Schwarzwaldbahn
Anreise im Starlinerbus der Firma Nussbaum über Ulm, Sigmaringen und durch das Donautal nach Villingen. Nach der Mittagspause Bahnfahrt im Regionalexpress über den interessantesten Abschnitt der Schwarzwaldbahn nach Triberg und Offenburg und im Bus weiter nach Karlsruhe. Zimmerbezug und Abendessen im Hotel Renaissance.  

Freitag, 03. Okt. 2008 - Draisinenbahn und Dom zu Speyer
Gemeinsame Busfahrt nach Landau zur Südpfalz - Draisinenbahn. Fahrt mit den Schienenfahrrädern (Fünf- bzw. Neunsitzer) über die stillgelegte Bahnstrecke nach Germersheim. Die Tour, 13 km lang, Dauer ca. 1 1/2 bis 2 Stunden, ist für jedermann problemlos zu bewältigen. Nach Ankunft in Germersheim Weiterfahrt im Bus nach Speyer, Mittagspause, nachmittags Stadt- und Domführung in Speyer. Diese Version betrifft  eine Hälfte der Reiseteilnehmer. Die zweite Gruppe fährt zunächst weiter nach Speyer (Stadt- und Domführung vormittags) und radelt am Nachmittag mit den Draisinen von Germersheim zurück nach Landau.

Samstag, 04. Okt. 2008 - Waldbahn  und Schiffshebewerk Abreschviller
Busfahrt über die Nordvogesen nach Abreschviller. Hier finden sich im Tal der Roten Saar die musealen Reste der früheren Vogesen-Waldbahn. Vormittags bereisen wir diese Strecke im nostalgische Dampfzug aus den Anfangsjahren des Bahnbetriebes. Eine ausgedehnte Mittagspause bietet Gelegenheit, die Region von der kulinarischen Seite kennen zu lernen, bevor Sie nachmittags eine  ganz besondere Attraktion erwartet, die Bootsfahrt über das einmalige Schiffshebewerk bei St. Louis. Diese eigenwillige Seilzuganlage befördert das Boot samt Passagieren in einer Art Riesenbadewanne über 44 Höhenmeter von der unteren zur oberen Sektion des Rhein-Marne-Kanals. Nach dieser einmaligen Bergfahrt im Ausflugdampfer fahren wir im Bus über Hagenau und durch das Elsaß zurück nach Karlsruhe.

onntag, 05. Okt. 2008 - Das Kuckucksbähnchen
Nach dem Frühstück fahren wir im Bus nach Elmstein. Hier beginnt das Kuckucksbähnchen, eine klassische Museumsbahn, die den beziehungsreichen Namen der von ihr berührten waldreichen und einsamen Gegend verdankt. Im Dampfzug und reservierten  Holzklassewagen, ganz im Stile der 50er Jahre, bereisen wir die romantische Strecke bis Neustadt an der Weinstraße. Hier bleibt bis zum Nachmittag genügend Zeit, wahlweise die Innenstadt, des Eisenbahnmuseum oder das nahegelegene Hambacher Schloss zu besichtigen, bevor wir über Sinsheim, Gaildorf und Neresheim nach Augsburg zurückfahren. Ankunft gegen 22.00 Uhr.

Die Draisinenbahn
Mit der Umwidmung als „Draisinenbahn“ wurde die vor vielen Jahren schon stillgelegte Hauptbahn zwischen Landau und Germersheim einer neuen touristischen Nutzung zugeführt. Die eingesetzten Fahrzeuge sind Spezialkonstruktionen, die als fünf- bzw. neunsitzige Schienenfahrräder mit den ursprünglichen Handhebeldraisinen nicht mehr viel gemein haben. Die Vehikel sind robust, aber dennoch leicht zu bewegen, die Tour kann deshalb von jedermann problemlos bewältigt werden. Dabei fallen ein oder zwei „Placeboradler“ nicht auf, wenn nur der Rest der Besatzung kräftig in die Pedale tritt.
Die Gesamtstrecke ist etwa 13 km lang und verläuft in fast ebenem Gelände. Die Fahrzeit beträgt, je nach Tempo, 1 1/2 bis 2 Stunden. Es gibt unterwegs mehrere Ausweichstationen. Dort können Rennfahrer die Genussradler überholen oder aber erschöpfte Teams eine kleine Ruhepause einlegen. Dazu wird an vorgegebenen Stellen, meist sind dies die ehemaligen Bahnhöfe, das Gefährt mit einer gut durchdachten Mechanik aus den Schienen gehoben. Auf freier Strecke ist ein Ausweichen aber nicht möglich. Deshalb bewegt sich die ganze Prozession jeweils nur in eine Richtung. Vormittags wird nach Germersheim geradelt. Punkt 14.00 Uhr wird gewendet. Ab dann darf, egal von wo aus, nur noch nach Westen gefahren werden.  
Wir werden unsere Gruppe aufteilen. Die Vormittagsradler kommen nachmittags in den Genuss der Stadt- und Domführung in Speyer, während die zweite Gruppe, nach vormittäglicher kultureller Erbauung in der Domstadt, am Nachmittag mit den Draisinen in Richtung Landau strampelt. Abends  fahren wir wieder gemeinsam nach Karlsruhe.        

Weitere Informationen im Internet

www.bahn.de/s-rheinneckar/view/freizeit/spfalz_draisinenbahn.shtml
Die
Südpfalz-Draisinenbahn auf der Internetseite der Bahn.

www.suedpfalzdraisine.de
Homepage der Südpfalz-Draisinenbahn.

www.dom-speyer.de
Informationen über das Unesco-Weltkulturerbe, die Stadt Speyer und die Geschichte der Region.

www.speyer.de
Informationen zur Stadt Speyer.

www.plan-incline.com
Informationen zum Schiffshebewerk Abreschviller.

www.train-abreschviller.fr
Die Webseite der Waldeisenbahn von Abreschviller.