Böhmen – Mähren – Slowakei

Sechstagesfahrt mit Bus und Bahn nach Brünn, vom 27. Mai – 1. Juni 2002

  • Drei Länder und drei bekannte Städte prägen diese Region im Herzen Europas. Sie stehen für eine einzigartige kulturelle Vielfalt, entstanden aus einem jahrhundertelangen  Mit- und Gegeneinander der europäischen Geistesströmungen.
  • Umrahmt und landschaftlich gestaltet wird dieser Mikrokosmos von zahlreichen Gebirgszügen, ausgedehnten Tal- und Flusslandschaften, weitläufigen Parkanlagen und riesigen Höhlensystemen, deren einmalige Schönheit erst so nach und nach wieder in das westeuropäische Bewusstsein rückt.
  • Die Mährische Hauptstadt Brünn besticht durch das hervorragend renovierte Stadtzentrum, den malerischen und sagenumwobenen Rathausplatz und die Festung Spielberg. Von hier bietet sich eine herrliche Aussicht auf Stadt und Umgebung. Innenstadt und Festung sind vom zentral gelegenen Hotel International nur wenige Gehminuten entfernt.
  • Die Barockstadt Olmütz das „Mährische Salzburg“ wurde in den letzten Jahren aufwendig restauriert und begeistert die Besucher nunmehr wieder durch die ungeahnte Vielzahl beeindruckender Profan- und Sakralbauten. Im klassischen kühlen  Bauhausstil präsentiert sich dagegen Zlin, die Stadt der Bata-Schuhe.
  • Technikfreaks werden sich für das Trolleybus- und Trambahnmuseum in Brünn und das Tatra-Museum in Koprivnice begeistern und für die wahren Kenner und Genießer bieten die südmährischen Weinanbaugebiete zwischen Znaim und Mikulov das Beste aus Küche und Keller. Eine Weinprobe in Nikolsburg wird dies bestätigen.

Montag, 27. Mai 2002               „Pilsner Urquell“
Fahrt im Starliner-Bus der Firma Nussbaum über Regensburg durch die Oberpfalz nach Pilsen. Mittagspause mit anschließender Brauereibesichtigung (wahlweise Stadtrundgang) und Weiterfahrt über Prag, Gumpoldsdorf und Iglau nach Brünn. Zimmerbezug und Abendessen im Hotel International


Dienstag, 28. Mai 2002            Brünn und das Lednicer Areal (Eisgrub)
Vormittags Stadtführung zu Fuß und im Bus durch die mährische Hauptstadt. Hier erschließen sich dem Besucher wieder zahlreiche Kleinodien und ein großes Ensemble gotischer, barocker und jugendstiltypischer Bauwerke rund um die sagenumwobene Altstadt. Nachmittags bereisen wir mit der Pferdekutsche das Lednicer – Valticer Areal, die einzigartige Kunstlandschaft der Liechtensteiner Fürsten. Dazu passend endet dieser Ausflug mit einer Verkostung im Weinkeller Mikulov.


Lednice, Schloss der Adelsfamilie Liechtenstein 


Der Freiheitsplatz in Brünn 

 

 


Mittwoch, 29. Mai 2002           Mährischer Karst und Nostalgiestraßenbahn
Busfahrt in das Karstgebirge bis Felsenmühle. Weiterfahrt mit der Touristenbahn bis zum Eingang der Punkvahöhle.  Führung durch die größte mährische Tropf- steinhöhle. Gelegenheit zur Seilbahnfahrt an den Rand der Macochaschlucht. Nachmittags Stadtrundfahrt durch Brünn mit der Nostalgie-, falls genehmigt, mit der Dampfstraßenbahn und Besuch des technischen Museums. (Trolleybusse, Straßen- und Kleinbahnen aus Tschechien, der Slowakei und Schlesien)


Punkvahöhle - die größte mährische Tropfsteinhöhle 


Donnerstag, 30. Mai 2002        Olmütz, Tatra-Museum und Beskiden
Busfahrt bis Olmütz. Stadtführung durch das  hervorragend restaurierte „Salzburg des Ostens“. Nachmittags Weiterfahrt durch die „Mährische Pforte“ entlang dem Odergebirge nach Koprivnice. Besuch des Tatra-Museums. Rückreise mit Bus, evtl. wahlweise im Zug, durch die Beskiden über Zlin und Austerlitz nach Brünn.


Olmütz Rathaus und Dreifaltigkeitssäule


Freitag, 31. Mai 2002               Bratislava (Pressburg) und Thebener Pforte
Stadtrundfahrt und Stadtführung in Bratislava. Malerisch an der Donau gelegen,  wartet die Hauptstadt der Slowakei mit einer romantischen Altstadt auf,  einem  glanzvollen städtebaulichen Erscheinungsbild, das  an früheres k.u.k. Flair erinnert. Nachmittags  Besichtigung der Burg Devin am Zusammenfluß von March und Donau.


Blick auf die Altstadt von Bratislava


Samstag, 1. Juni 2002                Znaim – Kamptal – Wachau
In Znaim, der mittelalterlichen Grenzstadt, die Sie wahlweise im Bus oder mit dem Lokalbahnzug er
reichen können, haben Sie nach der Stadtführung  Gelegenheit zum Einkauf landestypischer Produkte auf dem Bauernmarkt. Nach der Mittagspause im malerischen Kamptal fahren wir durch die Wachau bis Melk und weiter über Linz, Salzburg und Frasdorf (Abendessen) zurück nach Augsburg. Ankunft gegen 22.00 Uhr.


Blick auf die große Pfarrkirche St. Nikolai von Znojmo


Das Lednicer – Valticer Areal    (Eisgrub und Feldsberg)
Hinter diesem eigenartigen Begriff verbirgt sich eine südmährische Region, die in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Den früheren Besitzern, dem Adelsgeschlecht der Liechtenstein war die liebliche Gegend beiderseits der Thaya etwas zu eintönig. Deshalb ließen sie  zunächst vom bekannten Barockbaumeister Johann Fischer von Erlach den früher Stammsitz der Familie zu einem Prachtschloss mit riesigen Pferdestallungen ausbauen. Unermesslicher Reichtum ermöglichte den Liechtensteiner des weiteren die Umwandlung der Umgebung in einen Landschaftspark von immenser Größe. So entstand der Barockgarten mit seinen schattigen und dichtbewachsenen Wegen, einem Kanalsystem, das mit kleinen Booten befahren werden kann, und die schnurgerade Allee von Eisgrub nach Feldsberg, die direkte Verbindung zum nächsten Herrschaftssitz der Grafen, der Barockresidenz Valtice.
So ganz waren die Adeligen aber mit dem bis dahin erreichten  nicht zufrieden. Noch fehlten  einige Attraktionen, mit denen man vor anderen Fürstenhäusern glänzen konnte, und deshalb  entstanden in diesem Park in kurzer Folge unter anderem eine originalgetreu nachgebaute Burgruine, ein Wasserschloss, ein Diana-Tempel und als Krönung des ganzen ein Minarett. Vom 63 m hohen Turm genießt der Besucher heutzutage einen  herrlichen Rundblick über das gesamte Parkgelände.
Eine letzte Veränderung erfuhr das Areal im 19. Jahrhundert. Das Barockschloss erschien nicht mehr zeitgemäß, der Tudorstil war angesagt. Darum wurde die Fassade kurzerhand nach englischem Vorbild neugotisch umgestaltet, ergänzt durch das „Palmenhaus“, einer filigranen Glas- und Eisenkonstruktion. Und so präsentiert sich das Gebiet heutzutage den Besuchern. Nachdem es seit 10 Jahren auch wieder besser in die politische Landschaft passt, ist man in Südmähren ganz besonders stolz auf diese einmalig Besonderheit.

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